Samstag, 9. September 2017

Rezension zu ,,Das Mädchen mit den Augen aus Gold" von Tina Videkiss

Inhalt:

Etwas Dunkles regt sich in Hyra, dem Land der Vier Königreiche.

Durch ein Zufall entdeckt das Waldmädchen Felis genau das, wonach das Böse am meisten trachtet: Ein Buch, das den Weg zu einem verborgenen Königreich im Himmel beschreibt.

Mit Salem, einem Schwarzen Soldaten aus dem Rabenkloster, macht sie sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Reich über den Wolken. Doch etwas Böses ist den beiden dicht auf den Fersen und ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt. Wird es Felis schaffen einen Weg aus der Dunkelheit zu finden? Oder werden sich die Schatten des Südens ausbreiten und Hyra endgültig verschlingen?


 

Rezension:


Schon länger bin ich ssehr neugierig auf dieses Buch gewesen, denn die Leserstimmen sind so gut wie durchweg positiv und alle sind begeistert von der Geschichte. Dementsprechend waren meine Erwartungen schon etwas höher. Leider muss ich sagen, dass diese nicht ganz erfüllt wurden. 

Das Cover zusammen mit dem wunderschönen Titel macht auf jeden Fall sofort neugierig und man will wissen, worum es in dem Buch geht. Hat einen das noch nicht überzeugt, dann tut es der Klappentext. 
Daher stand für mich fest, dass ich dieses Buch haben muss.

Allerdings muss ich sagen, ist mir der Einstieg wirklich sehr schwer gefallen und ich war mehrmals kurz davor, es mit dem Lesen sein zu lassen. 
Da das Buch aber mit knapp 260 Seiten recht kurz ist, habe ich mich dann doch noch überwunden, weiterzulesen und ab der Hälfte wurde es dann auch besser.
Trotzdem gibt es für mich einiges an dem Buch zu bemängeln.

Da wären zum Einen die vielen Rechtschreibfehler und Ausdrucksfehler.
Die sind hier wirklich zur Genüge vorhanden und ich habe mich des Öfteren gefragt, ob niemand das Buch Korrektur gelesen hat, bevor es veröffentlicht wurde. 
Kleinere Rechtschreibfehler können natürlich mal vorkommen, aber eben genau deshalb ist es wichtig, das zu überprüfen, bevor man das Buch rausbringt. Und auch im Ausdruck waren manchmal sehr komische Sätze vorhanden, bei denen ich erstmal schmunzeln musste und manchmal sogar überlegen, was denn eigentlich gemeint war. 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass hier alles viel zu schnell ging. 
Den Prolog mit der Legende über die vier Brüder hat mich so begeistert, aber ab dem ersten Kapitel war ich dann ein wenig geschockt darüber, wie schnell alles voranging. Man wird sofort hineingeworfen ins Geschehen, und ist innerhalb von ein paar Minuten lesen an 5 verschiedenen Orten. Kaum ist man hier, wechselt schon wieder sie Szene und etwas neues passiert. Man bekommt gar nicht die Möglichkeit, erst einmal das Geschehene zu verarbeiten. Die Orte und Zeiten wechseln so schnell hin und her, dass man kaum hinterher kommt. Auch die Beschreibungen sind sehr kurz gehalten, da finde ich, hätte man das Ganze ruhig noch etwas ausladender formulieren können. Etwas mehr Spannung aufbauen. Kaum wenn etwas passiert und man denkt, jetzt wird es aber spannend, wird es auf der nächsten Seite schon wieder aufgelöst.
Ein wenig wurde mir dadurch das Gefühl vermittelt, dass die Autorin die Geschichte einfach schnell zu Ende bringen wollte. Man merkt deutlich, dass dies ihr erstes Buch ist, denn ist definitiv noch verbesserungswürdig.
Die Grundidee der Geschichte finde ich super und etwas neues und auch den Schreibstil mochte ich sehr. Nur könnte man das Ganze noch etwas ausschmücken und länger gestalten und mehr Spannung aufbauen.  

Was mich einmal sehr verwirrt hat, war der Perspektivwechsel. Die ganze Zeit über liest man aus der Scht von Felis, und dann plötzlich aus der Sicht von Josua, von dem man vorher noch nichts gehört hat. Bis man durch seine Erzählung dann erfährt, dass er der Junge ist, mit dem Felis zusammengestoßen ist. Trotzdem hätte man da vielleicht über die Kapitel die Namen setzen können, denn ich war erst wirklich verwirrt über die neue Situation. 

Ich bin gespannt, ob es einen zweiten Teil geben wird, da ich das von einigen gelesen habe, dabei finde ich, ist das Buch mit diesem Ende für mich eigentlich abgeschlossen.  
In diesem Fall heißt es wohl abwarten. 

 

1 Kommentar:

  1. Hey :)
    Eine sehr tolle und gelungene Rezension.
    Ich selber habe das Buch noch nicht gelesen, aber es liegt noch auf meinem SuB, weil ich es mal irgendwo gewonnen habe. Nach deiner Rezension werde ich meine Erwartungen aber mal lieber ein wenig runterschrauben, bevor ich allzu sehr enttäuscht werde.
    Ich bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird.

    Liebe Grüße
    Isabell

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