Montag, 20. August 2018

Rezension zu ,,Die Rose der Kelten" von Jules Watson

Inhalt:

Im Jahre 366 wird England von den Römern beherrscht. Nur ganz im Norden ist ein kleiner Teil Schottlands noch in „barbarischer“ Hand. 
Ausgerechnet dort landet die junge keltische Sklavin Minna, als sie von ihrer römischen Familie verstoßen wird. 
An ihrer Seite: Cian, ein junger Kelte, der scheinbar vogelfrei die Wildnis durchstreift. 
Doch das Schicksal hat mit Minna und Cian Besonderes vor. Denn am Hof des schottischen Königs Cahir wird Minna von Träumen und Visionen verfolgt, darunter das Bild eines einsamen Tals, in dem jener Talisman verborgen sein soll, unter dessen Zeichen die Schotten dereinst wieder frei werden sollen. Minna begibt sich auf eine schicksalhafte Reise …
 

Rezension:


Endlich kann ich von mir behaupten, dieses Buch beendet zu haben. Selten habe ich für ein Buch so lange gebraucht, nämlich ganze zwei Wochen. 
Das lag zum Einen daran, dass ich abends im Bett fast nur noch auf dem Kindle lese, zum Zweiten aber auch daran, dass dieses Buch ziemlich zäh war.

Die beiden ersten Bände dieser Reihe konnten mich voll und ganz überzeugen und ich habe sie in einem Zug verschlungen. Sie waren spannend, gefühlvoll, actiongeladen und ich konnte sie kaum aus der Hand legen.
Im Vergleich dazu, fand ich diesen Band leider eher ernüchternd. 

Mit Minna konnte ich anfangs überhaupt nicht warm werden, was sich zum Glück später gelegt hat, denn ab der zweiten Hälfte des Buches mochte ich sie viel lieber. Sie macht also auf jeden Fall eine große Verändern durch, nur dass diese nicht schleichend vonstattengeht, sondern von einem Moment zum anderen, was leider auch wieder Kritik ist, denn ich fand das viel zu schnell. 
Warum Cian in dem Buch überhaupt vorkommt, ist mir ein Rätsel, denn er bleibt erstens ziemlich undurchsichtig, zweitens spielt er nur am Anfang eine Rolle, verschwindet dann fast die ganze Geschichte über, und bekommt dann zum Schloss noch einmal eine solche Rolle in dem Buch (die ich nicht spoilern möchte)..das fand ich nicht sehr passend. 

Mit Cahir konnte ich da schon viel mehr anfangen, denn sobald er präsenter wurde, gewann das Buch ein wenig an Spannung und auch an Gefühl. Die Schottland - Magie kam wieder durch und ich dachte, endlich macht das Buch eine glückliche Wendung. Leider hielt diese nicht an, denn das Ende hat mich dann wieder enttäuscht. Nicht, dass es nicht zur Geschichte passt, es ist eben doch ein historischer Roman, aber ich hätte mir hier einen anderen Ausgang gewünscht.

Die erste Hälfte des Buches war wirklich sehr zäh, aber der Mitte gewann es dann an Fahrt, das Ende war leider wieder nicht so toll. Alles in allem ist es zwar eine lesenswerte Geschichte, aber man braucht auf jeden Fall Geduld und darf es nicht mit den Vorgängern vergleichen. Da dieses Buch zwei Jahrhunderte später spiel, kann man es auch alleinstehend lesen, doch die Hintergründe versteht man natürlich besser, wenn man die Vorgänger kennt. 

Von mir gibt es leider nur knappe 3 Sterne. 

   

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